BOS-Tag 2026: Programm

Staatsanzeiger BOS-Tag 2026

Kritische Infrastrukturen schützen

Programm

7.30 – 9.00 Uhr

Ankunft und Akkreditierung

9.00 – 9.10 Uhr

Grußwort
Dr. Christian Dusch, Landrat des Landkreises Rastatt

Prof. Dr. Christian Dusch wurde am 12. Oktober 2021 vom Kreistag zum Landrat des Landkreises Rastatt gewählt.
Er trat sein Amt am 1. Dezember 2021 an.

9.10 – 9.20 Uhr

Begrüßung
Dr. Alexander Teutsch, Geschäftsführer Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH & Co. KG

Dr. Alexander Teutsch ist seit 1. Januar 2019 Geschäftsführer der Staatsanzeiger
für Baden-Württemberg GmbH & Co. KG. Der promovierte Slawist war zuletzt Leiter M&A bei der Funke Mediengruppe in Essen. Davor hat er seine Medienkompetenz als Geschäftsführer und Director Business Development & Strategy bei verschiedenen Tochtergesellschaften von Bertelsmann und Burda bewiesen.

9.20 – 9.30 Uhr

Videogruß
Manuel Hagel, stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Europa des Landes Baden-Württemberg

Manuel Hagel (CDU) ist seit Mai 2026 stellvertretender Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg sowie Minister des Inneren, für Digitalisierung und Europa.

9.30 – 10.15 Uhr

Keynote
Herausfordernde Zeiten: Resilienz in einem Unternehmen der Kritischen Infrastruktur
Dr.-Ing. Bernd Calaminus, Leiter Business Resilience der EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Dr.-Ing. Bernd Calaminus ist der Leiter Business Resilience der EnBW Baden-Württemberg AG. Neben der Konzernsicherheit umfasst dies die Informationssicherheit, das Krisenmanagement & BCM, die Arbeitssicherheit & vorbeugenden Brandschutz sowie den Umweltschutz.
Er bekleidet u. a. die Rolle des Leiters Krisenstab und leitete die Task Forces “Versorgungssicherheit” im Kontext des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine, sowie der “Corona”-Pandemie.
Nach seinem Eintritt 2006 bei EnBW beschäftigte er sich zunächst intensiv mit Innovationsprojekten z. B. im Bereich großer Stromspeicher, um dann ab 2010 den Stabsbereich konventionelle Erzeugung, Wasserkraft inkl. große Stromspeicher zu führen. 
Zuvor war er u. a. Geschäftsführer am Deutsch-Französischer Institut für Umweltforschung der Uni Karlsruhe (TH), arbeitete in Italien und in Frankreich im Bereich Anlagenbau/Verfahrenstechnik.

Resilienz beschreibt die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und handlungsfähig zu bleiben. Eine sichere Energieversorgung ist dafür in einer Industrienation zentral. Als voll integriertes Versorgungsunternehmen stärkt die EnBW die Versorgungssicherheit durch eine robuste Infrastruktur, Notfallplanung und kommunale Lösungen. Entscheidend sind zudem die enge Zusammenarbeit mit Behörden sowie der verantwortungsvolle Beitrag jedes Einzelnen.  

10.15 – 11.00 Uhr

Vortrag
Fähigkeitsmanagement – Die Wirkung im Fokus
Anne Eversheim, Referentin nationales Ressourcenmanagement BBK

Anne Eversheim ist Referentin im Referat “Ressourcenmanagement” des BBK und hier für den nationalen Bereich zuständig. Seit Februar 2025 betreut sie die Geschäftsstelle der Bund-Länder-offenen Arbeitsgruppe Fähigkeitsmanagement.

Ob Extremhochwasser, Vegetationsbrände oder Ausfälle von Strom- und Wasserversorgung: Wenn kritische Infrastrukturen ausfallen oder überlastet sind, entscheidet oft die Geschwindigkeit und Passgenauigkeit der Hilfe über den Bewältigungserfolg. Bund und Länder setzen dafür verstärkt auf das Fähigkeitsmanagement (FäM): Anstelle starrer Einheiten werden Hilfeleistungen über klar messbare Fähigkeiten – Mindestleistung, Obergrenzen, Autarkie – beschrieben und angefordert. Viele dieser Fähigkeiten, von Löschwasser- bis Notstromversorgung, greifen genau dort, wo KRITIS-Ausfälle Kaskadeneffekte auslösen. Ein Blick in die operative Praxis der länderübergreifenden Hilfe – mit direktem Bezug zu den strategischen Fragen des Schutzes kritischer Infrastrukturen.

11.00 – 11.15 Uhr

Kaffeepause

11.20 – 12.00 Uhr

Vortrag
Eine Frage der Zeit – Was tun, wenn es Sie erwischt hat?
Daniel Alves de Jesus, Technischer Direktor, Sachgebietsleiter des Lagezentrums, Cybersicherheitsagentur BadenWürttemberg

Daniel Alves de Jesus, Jahrgang 1978, ist Diplom-Technikredakteur (FH). Seit Juni 2021 ist er bei der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) tätig und arbeitete dort zunächst als Referent in der Abteilung Detektion und Reaktion im Sachgebiet Lagezentrum. Seit Dezember 2024 leitet er das Sachgebiet Lagezentrum der CSBW. In dieser Funktion befasst er sich mit der Analyse aktueller Cyberdrohungen sowie der Koordination von Maßnahmen zur Erkennung und Bewältigung von Sicherheitsvorfällen.

Vom Cyberangriff bis zum Wiederaufbau: Beispiele aus der Praxis. Wie Ihnen die CSBW hilft, die Chaosphase zu überwinden und in einen geordneten Wiederanlauf zu gelangen. Damit Sie gestärkt aus der Krise kommen.

12.00 – 12.40 Uhr

Vortrag
Verbrecherjagd im Cyberraum – wie geht digitale Strafverfolgung?
Erster Kriminalhauptkommissar Daniel Lorch, Polizeipräsidium Reutlingen

Daniel Lorch ist Erster Kriminalhauptkommissar beim Polizeipräsidium Reutlingen und seit über 30 Jahren im Dienst. Überwiegend befasst er sich mit großen und schweren internationalen Cyberangriffen auf Unternehmen, Behörden und Kommunen. Zudem zählen große Cyber-Betrügereien und Angriffe auf Zahlungssysteme zu seinem Spezialgebiet. Seit 2019 ist Daniel Lorch als Ermittlungsleiter und stellvertretender K5-Leiter beim Polizeipräsidium Reutlingen tätig. Hierbei sammelte er umfassende Erfahrungen bspw. in der Zerstörung international agierenden Crime-as-a-service Plattformen sowie der Ransomware.as-a-Service Gruppe HIVE. Der erfolgreiche multinationale Festnahme- und Durchsuchungseinsatz vor Ort in Kiew trotz russischer Drohnenangriffe fand ebenfalls große internationale Beachtung.
Er ist geschätzter Ansprechpartner eines internationalen Netzwerks von Cyber-Dienststellen und den Sicherheitsverantwortlichen in Industrie und Wirtschaft.

12.40 – 12.50 Uhr

Fragerunde
Rafael Binkowski, Chefredakteur, Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH & Co. KG

12.50 – 13.00 Uhr

Spotlights der Aussteller

13.00 – 14.00 Uhr

Mittagspause

14.00 – 14.40 Uhr

Vortrag
Drohnen bei der Polizei Baden-Württemberg

Leitender Polizeidirektor Martin Landgraf, Leiter der Polizeihubschrauberstaffel Baden-Württemberg

Martin Landgraf trat 1993 in den Dienst der Polizei Baden-Württemberg. Zwanzig Jahre später wechselte er zur Polizeihubschrauberstafel Baden-Württemberg. Seit 2024 ist er Leiter deren Leiter.

Darstellung der Grenzen und Möglichkeiten des Drohneneinsatzes bei der Polizei und bei den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) unter Berücksichtigung rechtlicher, technischer und operativer Rahmenbedingungen.

14.40 – 15.20 Uhr

Vortrag
Polizeipräsident Anton Saile, Polizeipräsidium Einsatz

15.20 – 16.00 Uhr

Vortrag
Resilienz, die neue Be(Währung)

Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur Landeskommando Baden-Württemberg

Kapitän zur Se Michael Giss ist Kommandeur des Landeskommandos Baden-Württemberg in Stuttgart, das die Bundeswehr im Bundesland repräsentiert. Der Marineoffizier blickt auf eine jahrzehntelange Laufbahn mit zahlreichen Auslandseinsätzen, unter anderem als Kommandant auf der Fregatte Emden oder in Afghanistan zurück. Als Referent war er im NATO-Hauptquartier sowie im Führungsstab für Streitkräfte im BMVg tätig. Später wurde Giss Referatsleiter für Einsatzfragen im Führungsstab der Marine im BMVg und Dezernatsleiter für konzeptionelle Weiterentwicklung im Streitkräfteamt in Bonn. Nach seiner Verwendung im Einsatzführungskommando in Potsdam fand Giss seine berufliche Heimat in den Landeskommandos: erst in Mecklenburg-Vorpommern als stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes und anschließend als Kommandeur in Hamburg. Seit September 2024 ist der gebürtige Freiburger zurück in Baden-Württemberg.

In seinem Vortrag stellt der Kommandeur des Landeskommandos Baden-Württemberg, Kapitän zur See Michael Giss, Aspekte ganzheitlicher Sicherheit dar. Am Beispiel eines fiktiven Szenarios zeigt er auf, weshalb Verteidigungsfähigkeit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, und das Zivilschutz weitaus mehr ist als Katastrophenschutz. Resilienz geht alle an. Widerstandsfähigkeit ist in erster Linie Widerstandswille – und hier sind wir alle gefordert.

16.00 – 16.30 Uhr

Offene Fragerunde

16.30 – 17.00 Uhr

Abschluss & Austausch

Zeitliche Änderungen  vorbehalten.